SIEBEN TAGE GRÜNDERTAGEBUCH

  • Tag 1
  • Tag 2
  • Tag 3
  • Tag 4
  • Tag 5
  • Tag 6
  • Tag 7
01.08.2020

Tag 1 / 7

Tag 1

In diesem Format, dem 7-Tage-Gründertagebuch, begleiten wir das studentische Start-up-Team bestehend aus Frederic Watanabe, Kevin Urschenk und Muhammed Döngel. Die drei 23-und 24-Jährigen haben eine eigene Unternehmensidee entwickelt: Sie wollen ein digitales Personal-Tool anbieten, das auf das Berufsfeld der Ergo-, Physiotherapie und Logopädie zugeschnitten ist und die administrativen Tätigkeiten in diesen Bereichen vereinfachen soll.

Doch bis das an den Start gehen kann, ist es noch ein weiter Weg. Von der Teambildung bis zum finalen Pitch – ihr seid mit dabei. Doch wer sind die drei Gründer eigentlich? Frederic, Muhammed und Kevin kennen sich bereits aus der Schulzeit, haben damals gemeinsam ihren Abschluss gemacht. Frederic hat sich danach für den Studiengang Wirtschaftswissenschaften an der TU Dortmund entschieden, Muhammed und Kevin absolvieren derzeit ihren Master in Elektrotechnik an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen. Vor allem Kevin hat mit seinem Studiengang sein Hobby Elektronik aufgegriffen und sich dabei weitergebildet. Neben Elektronik gehören jedoch auch Unternehmungen in der Natur und Sport zu seinen Interessen. Sport ist eine Gemeinsamkeit aller drei Gründer: Frederic zählt neben Reisen, Lesen und Musik hören auch Fußball und das Training im Fitnessstudio zu seinen Freizeitbeschäftigungen. Und auch Muhammed gibt an, dass er sich beim Indoor und Outdoor...

Frederic Watanabe, 24

  • Geschäftsführer im Team
  • Wirtschaftswissenschaften
  • Reisen, Lesen, Sport

Muhammed Döngel, 23

  • Programmierer im Team
  • Master Elektrotechnik
  • Bouldern, Kunst, Kultur

Kevin Urschenk, 24

  • Programmierer im Team
  • Master Elektrotechnik
  • Sport, Natur, Elektronik

Mit ihren verschiedenen Interessen und Studienschwerpunkten ergänzen sich die Gründer in vielen Bereichen. Die beiden Elektrotechniker Kevin und Muhammed sind für die Programmierung der Tools verantwortlich. Sie arbeiten dabei als Tandem, ergänzen und wechseln sich beim Programmieren also ab. Frederic hat als Wirtschaftswissenschaftler seinen Studienschwerpunkt auf Gesundheitsökonomik und Personalentwicklung gelegt. Aufgrund seiner wirtschaftlichen Kenntnisse übernimmt er im Team die Rolle des Geschäftsführers. Außerdem kümmert er sich um die Entwicklung eines Geschäftsmodells für die Unternehmensidee. Dazu zählen Analyse, Marketing und Controlling, unter anderem aber auch das Knüpfen von Partnerschaften und die Finanzierung durch Stipendien oder andere Quellen. Den drei Gründern ist es wichtig, dass es in ihrem Team keine Hierarchieebenen gibt, alle gleichberechtigt sind. „Wir möchten eine offene Diskussionskultur haben. Jeder soll sagen können, was er denkt und für richtig hält“, erklärt Frederic Watanabe. Nur dadurch würden sie verschiedene Sichtweisen erhalten, die bei weiteren Entscheidungsprozessen helfen. In ihrem Team werden außerdem die unterschiedlichen Kompetenzen aller anerkannt und wertgeschätzt. „Jeder Projektteilnehmer ist wichtig in seinem Bereich“, fasst Muhammed zusammen. Bei Themen, bei denen sich einer besonders gut auskennt, darf er die Verantwortung und Entscheidungsmacht übernehmen. Die anderen vertrauen ihm dann dabei. Gegenseitiges Vertrauen sei allgemein in einem Team eine der Grundvoraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit, sind sich die Gründer einig. Falls die Aufgabenverteilung nicht direkt klar ist, wird demokratisch entschieden. Man könne bei ihrer Arbeitsweise im Ganzen überspitzt von einer Technokratie sprechen, so Frederic. Das bedeutet, dass ihre Handlungen alle auf technischem Wissen aufbauen sollen.

Doch ein gegenseitiges Vertrauen und eine eingespielte Zusammenarbeit müssen erstmal entstehen. Bei Frederic, Kevin und Muhammed ist das ganz natürlich gewachsen, wie sie sagen. „Wir sind schon so viele Jahre befreundet, sind zusammen durch Situationen gegangen und haben unseren Abschluss gemeinsam gemacht. Da sind wir natürlich zusammengewachsen“, erzählt Kevin. Teambuilding-Maßnahmen wie Ausflüge in Kletterparks oder einen Escape-Room bräuchten die drei daher eigentlich nicht. Trotzdem treffen sie sich auch abseits der Arbeit gerne. „Wir treffen uns nicht nur, um zusammen zu arbeiten. Wir sind noch ganz normale Freunde, die auch gerne mal anderen Aktivitäten nachgehen“, grinst Frederic.

Für den Aufbau des perfekten Teams haben die Gründer jedoch trotzdem ein paar Tipps. Wichtig sei, dass die Teammitglieder unterschiedliche Stärken und Schwächen hätten, sodass man sich gegenseitig unterstützen und helfen könne. Außerdem sollte das Vertrauen da sein. Wenn nicht natürlich gewachsen, dann eben durch Teambuilding-Techniken. Und im Team sollte jeder motiviert sein, seinen Teil beizutragen. Es sollte nicht alles an einer Person hängen bleiben.

Wie das perfekte Team in der Theorie aussieht und welche Ziele und Methoden es beim Teambuilding gibt, erfahrt ihr in den Infokästen.

Alles rund um die Geschäftsidee der Gründer und Tipps, wie auch ihr eure eigene Unternehmensidee entwickeln könnt, erwarten euch im nächsten Teil unserer Serie!

Wie sieht das perfekte Team aus? Die Psychologin Meredith Belbin hat in den 80er-Jahren ein Modell, die Typen-Theorie, aufgestellt, nach dem in einem Team möglichst alle ihrer neun entwickelten Rollentypen vertreten sein sollten.

Diese sind:

  • Der Erfinder: Ideenfindung, kreative und unkonventionelle Denkansätze
  • Der Wegbereiter: Kommunikation, knüpft neue Kontakte
  • Der Koordinator: bringt Entscheidungen voran
  • Der Macher: will Schwierigkeiten überwinden, kann unter Druck gut arbeiten
  • Der Beobachter: realistisch, strategisch, analytisch
  • Der Teamworker: schlichtet Unstimmigkeiten, kooperativ
  • Der Umsetzer: setzt Pläne um, zuverlässig, effektiv, diszipliniert
  • Der Perfektionist: will keine Fehler machen und perfekte Ergebnisse abliefern
  • Der Spezialist: ausgeprägtes Fachwissen in seinem Bereich, gibt viel Input
  • Teambuildung Quellen: Keeunit Teambuilding , Teamazing Teambuilding

Ziele:

  • Vertrauen
  • Bessere Kommunikation
  • Konstruktive Problemlösung
  • Motivation
  • Erhöhte Produktivität
  • Bindung zu Unternehmen

Methoden:

  • Möglichkeiten für Feedback
  • Transparente Kommunikation
  • Coaching / Seminare
  • Gemeinsame Teamaktivitäten
  • Weiterbildung

Quelle: https://karriereboost.de